Atemfrequenz messen: So geht's richtig
Die Atemfrequenz gehört zu den einfachsten und gleichzeitig aussagekräftigsten Vitalwerten. Ob du deine eigene Atmung überprüfst, ein Kind beobachtest oder das Wohlbefinden deines Haustiers im Auge behältst — wer die Atemfrequenz zuverlässig messen kann, erkennt mögliche Probleme oft früher als erwartet.
Was ist die Atemfrequenz?
Die Atemfrequenz (AF) bezeichnet die Anzahl vollständiger Atemzyklen pro Minute. Ein Zyklus besteht aus einmal Einatmen und einmal Ausatmen. Zusammen mit Puls, Blutdruck und Körpertemperatur bildet die AF die vier grundlegenden Vitalzeichen. Ärzte und Tierärzte erheben diesen Wert täglich, weil Veränderungen der Atemfrequenz häufig das früheste Warnsignal bei gesundheitlichen Problemen sind.
Schritt für Schritt: Atemfrequenz manuell messen
- Ruhezustand abwarten. Die AF sollte gemessen werden, wenn die Person oder das Tier ruhig und entspannt ist — am besten ohne zu merken, dass es beobachtet wird. Allein das Bewusstsein, beobachtet zu werden, kann den Atemrhythmus verändern.
- Einen vollständigen Atemzug erkennen. Brustkorb oder Bauch heben sich (Einatmen) und senken sich wieder (Ausatmen) — das ist ein Atemzug, nicht zwei.
- Timer starten und zählen. Der klinische Standard ist eine volle Minute. Wer es eilig hat, kann 30 Sekunden zählen und das Ergebnis verdoppeln — eine ganze Minute liefert aber genauere Werte, vor allem bei Tieren.
- Ergebnis notieren. Am besten zusammen mit Datum, Uhrzeit und einer kurzen Notiz zu den Umständen (z. B. „nach dem Spaziergang" oder „im Schlaf").
Typische Fehler beim Zählen
Klingt simpel — aber ein paar häufige Fehler können das Ergebnis deutlich verfälschen:
- Zu kurz gezählt. Wer nur 15 Sekunden misst und mit vier multipliziert, macht aus einem einzigen übersehenen Atemzug einen Fehler von vier Zügen.
- Einzelne Bewegungen statt ganzer Zyklen gezählt. Ein- und Ausatmen zusammen ergeben einen Atemzug — nicht zwei.
- Direkt nach Belastung gemessen. Bewegung, Aufregung und Stress erhöhen die AF vorübergehend. Nach körperlicher Aktivität mindestens zehn Minuten warten.
- Schlafendes Tier geweckt. Bei Hunden und Katzen hat die Ruhe- oder Schlaf-Atemfrequenz die größte klinische Aussagekraft. Weckst du das Tier, verfälscht du das Ergebnis.
Normalwerte der Atemfrequenz
| Wer | Normalbereich (Atemzüge/Min.) |
|---|---|
| Erwachsener | 12–20 |
| Kind (1–12 Jahre) | 18–30 |
| Säugling (unter 1 Jahr) | 30–60 |
| Hund | 15–30 |
| Katze | 20–30 |
Liegen die Messwerte regelmäßig außerhalb dieser Bereiche, ist ein Besuch beim Arzt oder Tierarzt ratsam.
Einfacher geht's per App
Gleichzeitig auf die Stoppuhr schauen, Atemzüge zählen und das Ergebnis notieren — das ist machbar, aber man verzählt sich leicht. Besonders wenn der Vierbeiner nicht stillhält.
Breaths Per Minute vereinfacht den ganzen Vorgang. Du tippst bei jedem Atemzug einfach auf den Bildschirm. Die App berechnet die Atemfrequenz in Echtzeit, achtet darauf, dass du lange genug zählst, und speichert jede Messung automatisch in einer Verlaufsübersicht. Diese kannst du dir jederzeit ansehen oder beim nächsten Arzt- bzw. Tierarztbesuch vorzeigen.
Kein kompliziertes Einrichten. Kein Kopfrechnen. Einfach tippen und im Blick behalten.
Wann sollte man die Atemfrequenz messen?
- Zur Vorsorge. Wer die eigene Baseline im gesunden Zustand kennt, bemerkt Abweichungen sofort.
- Nach einer Diagnose. Tierärztliche Kardiologen bitten Tierbesitzer häufig, die Ruhe-AF nach einer Herz- oder Lungenerkrankung täglich zu dokumentieren.
- Wenn etwas auffällt. Schnelles, angestrengtes oder ungewöhnlich langsames Atmen — ein guter Zeitpunkt, die AF zu messen und sich ärztlich beraten zu lassen.
Häufig gestellte Fragen
Bei einem gesunden Erwachsenen in Ruhe: 12 bis 20. Bei Hunden in Ruhe: 15 bis 30. Bei Katzen: 20 bis 30.
Nein. „Atemfrequenz", „Atemrate" und „Atemzüge pro Minute" meinen dasselbe.
Ja. Mit Breaths Per Minute tippst du bei jedem Atemzug auf den Bildschirm — die App übernimmt Zeitmessung und Berechnung. Das ist in der Regel genauer als Zählen im Kopf.
